Okt 302012
 

Von Uwe und Trudi Kleinbeck, Pabst Verlag, 220 Seiten, ISBN 978-3-89967-575-7

Unter dem Titel „Burn-out-Syndrom – Wenn Körper und Psyche blockieren“ schrieb Verena Wolff am 6.6.2012 in der Süddeutschen Zeitung, Karriere Online: Müde, antriebslos, total erschöpft: Die ersten Anzeichen für ein Burn-out-Syndrom sind vielfältig. Wer an Schlafstörungen oder einem Tinnitus leidet, sollte die Notbremse ziehen, mitunter sind schon Rückenschmerzen ein Warnsignal. Eine genaue Definition des Syndroms hat die Medizin nicht.  

„Burn-out ist ein Begriff, der für alle möglichen Arten von Stressfolgen, Antriebslosigkeit und Formen der Depression verwendet wird, bei denen Erschöpftheit im Vordergrund steht“, sagt Mazda Adli, Leiter des Forschungsbereichs affektive Störung an der Charité in Berlin. Jeder stelle sich etwas anderes darunter vor. Allgemeingültig ist allerdings die Annahme, dass es sich beim Burn-out „um einen Erschöpfungszustand handelt, der arbeitsassoziiert entstanden ist.  motivation.jpg

Hier setzt das Buch von Uwe und Trudi Kleinbeck an. Es geht um die Zufriedenheit des Menschen am Arbeitsplatz und natürlich auch um die Produktivität des Menschen im Unternehmen.

Arbeitsmotivation trägt zur Lebensqualität der Menschen bei und führt bei positiver Ausrichtung, zu guter und zufriedenstellender Arbeit im Unternehmen.  Die zu dieser Aussage führende empirische, psychologische Forschung hat in den letzten Jahren wichtige und teils überraschende Erkenntnisse gewonnen: Daraus ergibt sich ein reichhaltiges, gut umsetzbares Instrumentarium zur Stärkung der Arbeitsmotivation. Dieses Instrumentarium wird in dem Buch der beiden Autoren Schritt für Schritt dargestellt wie beispielsweise in den Kapiteln

  • Umsetzung von Zielen in Handlungen,
  • Umgang mit Erfolg und Misserfolg am Arbeitsplatz,
  • Erfolgskriterien für Gruppenarbeit,
  • Wirkungsbereiche und Maßnahmen zur Förderung der Arbeitsmotivation,
  • Managementsystem  – Partizipatives  Produktivitätsmanagement (PPM)

um nur einige Beispiele zu nennen. Etwas zu kurz gekommen ist im Epilog des Buches die Darstellung der negativen Konsequenzen der Steigerung des Leistungspotenzials. Insgesamt ein hervorragendes Werk mit einer Fülle von Anregungen, mit über 40 Abbildungen und über 10 Tabellen und einem Literaturverzeichnis, das keine Wünsche mehr offen lässt.

Dringend zu empfehlen für UnternehmerInnen aber auch für MitarbeiterInnen, nicht nur im Personalbereich. Für das Studium des Personalwesens ein muss.