Mrz 232012
 

„Jeder Bauernhof und jede noch so kleine Klitsche hat allmählich ihren Wellnessbereich oder -angebote. Und weil es nun mal nicht mehr als eine Handvoll Grundformen gibt, wird nur noch an Namen rumgemacht und blödes Zeug ausgedacht. Irgendwie hält man die Kunden offenbar für ziemlich bescheuert, dass sie jetzt „Hand- und Fußpflege mit Champagner“ buchen……..“. (aus: Reise-Blitz vom 22.03.12 VIP-Service, Hans Nechleba). Herr Nechleba hat ganz recht. Wer im Internet unter Google nach dem Begriff Wellness schaut findet weltweit insgesamt 460 Millionen Einträge zu diesem Begriff.  

Trends und Tendenzen auf Basis von TravelScope und einer Gästestudie zu Wellnessreisen, erstmalig durchgeführt vom Marktforschungsunternehmen GfK im Auftrag von Wellness-Hotels & Resorts und beauty24 (http://www.gfkps.com/scopedivisions/retail/tourism/index.de.htm) zeigen jedoch ein klares Bild.

 Auf Basis einer Hotelierumfrage unter den Partnerhotels, durchgeführt von beauty24 und Wellness-Hotels & Resorts, steht die Wellness-Branche weiter im Aufwärtstrend. Das Wachstum ist ungebrochen. Die Wellnessbranche blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2011 zurück. Die eigene aktuelle Hotelierumfrage des Wellnessreise-Veranstalters beauty24 und Wellness-Hotels & Resorts unter den Partnerhoteliers bestätigt das. Im Jahr 2011 haben 60,17 Prozent der Wellnesshoteliers eine steigende Nachfrage nach Wellnessleistungen verzeichnet und die Hoteliers sehen optimistisch in die Zukunft. Für 2012 erwarten 65,85 Prozent eine erneute Steigerung. Dieses Wachstum können nicht nur die Wellnesshoteliers bestätigen. Auch die Analyse des Reisemarktes in GfK TravelScope, einer Langzeitstudie des Marktforschungsunternehmens GfK zeigt: Wellnessurlaub wird immer attraktiver – im Vergleich zu 2010 stieg der Anteil an Wellnessreisen um 6,7 Prozent. Der Gesamtreisemarkt verzeichnete dagegen nur ein Wachstum von 2,1 Prozent.

Warum profitiert die Wellnessbranche?

Der Reisemarkt verschiebt sich immer mehr hin zu Kurzreisen, Ziele im Inland sind gefragt wie nie. Fazit: Die Menschen verreisen öfter, dafür aber lieber kürzer. Damit das Wachstum anhält, investiert die Branche kräftig. Die Hotelierumfrage zeigt, dass im Jahr 2011 mehr als drei Viertel (81,3 Prozent) aller Wellnesshoteliers Geld vor allem für den Um- oder Ausbau von Hotelzimmern (69 Prozent) ausgegeben haben. Auch 2012 planen 82,11 Prozent Investitionen in ihr Hotel.

Aber die Mitbewerber in anderen Ländern schlafen auch nicht. So schreibt beispielsweise Hubert von Brunn „Der tunesische Tourismusminister Elyes Fakhfakh verkündet denn auch ebenso selbstkritisch wie selbstbewusst, dass sich sein Land künftig nicht mehr nur auf den Badetourismus konzentrieren werde. Vielmehr will man unter dem Slogan „Tunesien neu erleben“ mit einer neuen Strategie, in der Lifestyle, Wellness und Emotionen im Mittelpunkt stehen, in die Offensive gehen.“ Und es gibt noch andere Offensiven. Wellness ist vielen älteren Menschen zu wenig. Selfness muss es sein. Dieser Trend ist zwar auch auf der ITB wenigen bekannt, Insider wie Heinz Jürgen Maras, Personaltraining & Erfolgsberatung jedoch wissen, dass sich hier eine neue Marktnische auftun könnte. Unter dem Titel Selfness löst Wellnepp ab schreibt Manuel J. Hartung schon im Jahre 2004 in „Spiegel Online“ “Gleitgel und Kloster-Urlaub, Katzenklo und Kuchenteig – alles firmiert unter dem diffusen Label „Wellness“. Das Geschäft mit dem Wohlfühlen wächst – noch. Denn die Marketingstrategen arbeiten schon am nächsten Hype.”

Warten wir es ab, noch scheint der Trend, wie auf der ITB zu beobachten war, ungebrochen zu sein. Der Markt wird es schon richten.

 

Informationen auch bei: Wellness-Hotels & Resorts: www.markengold.de oder e.blomenkamp@w-h-d.de www.w-h-d.de