Jun 202010
 

Office 2010 ist seit dem 15. Juni 2010 in 240 Ländern und 10 Sprachen verfügbar. Microsoft hat die Wünsche von Anwendern konsequent umgesetzt: Anwender können nun von überall auf alle gewünschten Informationen zugreifen und Office-Dokumente austauschen, freigeben und gemeinsam bearbeiten. Aufgaben lassen sich mit dem neuen Office 2010 produktiver, kreativer und schneller erledigen. Private Anwender, Schüler und Studenten sowie kleinere Firmen und Selbstständige können zwischen vier verschiedenen Produktvarianten wählen: Office Home & Student 2010, Office Professional Academic 2010, Office Home & Business 2010 sowie Office Professional 2010. Darüber hinaus bietet Microsoft das neue Office Starter 2010, Nachfolger von Microsoft Works, ausschließlich vorinstalliert auf PCs an.

Konsequent werden nun das Web und die neuen Nutzungsgewohnheiten der Anwender integriert: Mit den neuen Office Web Apps, durch die Anbindung an soziale Netzwerke durch Outlook Social Connector und mithilfe von Office Mobile 2010 werden Office 2010-Anwendungen zu produktiven und verbindenden Kommunikationswerkzeugen für PCs, Smartphones und Browser. „Eines unserer wichtigsten technischen Ziele war es, Office 2010 Cloud-fähig zu machen“, sagt Ralph Haupter, Vorsitzender der Geschäftsführung von Microsoft Deutschland. „Office 2010 steht heute exemplarisch dafür, wie wir künftig im Web produktiv und sicher arbeiten, kommunizieren und kreativ sein werden.“

 

Mit weniger Klicks schnell und einfach zum Ziel   

Dank einer homogenen Menüführung, dem sogenannten Menüband, wurde die Oberflächenlogik bei Office 2010 nun ausnahmslos auf alle Komponenten übertragen. Schnell und mit wenigen Klicks kommt der Nutzer zu seinem gewünschten Ziel, beispielsweise zur Erstellung aussagekräftiger Grafiken mit Excel oder PowerPoint (für allem auch für Studenten) oder zum Einfügen von Screenshots mit zwei Klicks in Word-Dokumente oder PowerPoint-Präsentationen. Auch bietet die neue „Backstage“-Ansicht (der neue Menüpunkt „Datei“) einen direkten und übersichtlichen Zugriff auf die häufigsten Befehle. Mit Outlook 2010 erhält der Nutzer hilfreiche Unterstützung, wenn es darum geht, Ordnung in seinen Posteingang zu bringen. Lange E-Mail-Threads lassen sich nun zu wenigen Konversationen komprimieren, die kategorisiert, archiviert, ignoriert oder bereinigt werden können.

Mobiler und vernetzter   

Alle Office 2010-Anwendungen können nun vom PC, Notebook, Smartphone oder als Onlineservice über den Browser zuhause und unterwegs genutzt werden. So lassen sich auch Soziale Netzwerke einfach integrieren: Daten und Informationen aus Facebook, MySpace, LinkedIn oder XING können über den Office Social Connector einfach in Outlook 2010 eingepasst werden. Die Daten werden dann direkt in Outlook 2010 synchronisiert und abgerufen, und der Nutzer hat alle seine Informationen an einer Stelle übersichtlich und strukturiert.

Ein weiteres Highlight sind die Microsoft Office Web Apps. Dabei handelt es sich um webbasierte Begleitversionen von Word, Excel, PowerPoint und OneNote, wodurch Anwender den Funktionsumfang ihres Browsers um Anwendungen wie Textverarbeitung, Präsentationen, Tabellenkalkulation oder Notizbücher erweitern. Für Privatanwender sind die Office Web Apps kostenlos. Sie sind Bestandteil der Windows Live Services. So können Office-Dokumente direkt auf dem Windows Live Skydrive erstellt, geöffnet, bearbeitet und für andere freigegeben werden.

Schließlich bietet Office Mobile 2010 die Möglichkeit, Office-Dokumente auf dem Smartphone zu empfangen, zu lesen, zu bearbeiten und weiterzuschicken. Damit bleibt der mobile Anwender immer auf dem aktuellsten Stand und kann schnell reagieren, wenn seine Meinung oder seine Mithilfe gefragt ist.

Kreativ und multimedial   

Mit Office 2010 ist es jetzt auch ganz einfach, Videos in fast beliebigen Formaten in PowerPoint einzubinden, sie anschließend anzupassen, zu schneiden, Ausblendungen hinzuzufügen oder wichtige Punkte zu markieren. Hinzu kommen neue Abspieleinstellungen, die die Handhabung der Bewegtbilder noch leichter machen. Zusätzlich können auch Videos aus Online-Video-Portalen (z. B. YouTube) in eine Folie integriert und beim Präsentieren aus dem Internet per Streaming gezeigt werden.

Produktversionen   

Privatanwender, Schüler und Studenten sowie kleinere Firmen und Selbständige können zwischen verschiedenen Produktvarianten wählen:

Microsoft Office Home and Student 2010 enthält Word, Excel, PowerPoint und OneNote, kann dreimal im Haushalt installiert, nicht aber gewerblich genutzt werden.

Microsoft Office Academic Professional 2010 bietet bezugsberechtigten Personen aus Forschung und Lehre zum Vorzugspreis eine optimale Unterstützung für Schule und Studium. Es enthält Word, Excel, PowerPoint, OneNote, Outlook, Publisher, Access.

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Microsoft Office Home and Business 2010 enthält Word, Excel, PowerPoint, OneNote und Outlook.

Microsoft Office Professional 2010 enthält Word, Excel, PowerPoint, OneNote, Outlook, Publisher, Access.

Diese Produktvarianten können wie bisher als FPP (Full Packaged Product), d.h. mit Datenträger, bezogen und je nach Version bis zu dreimal installiert werden. Die Product Key Cards für Office 2010 enthalten keine Datenträger. FPP und Product Key Cards werden beide im Einzelhandel verfügbar sein.

Microsoft Office Starter 2010 wird ausschließlich vorinstalliert auf PCs zusammen mit Office 2010-Vorinstallation (Single Image) angeboten. Als Nachfolger von Microsoft Works bietet Office Starter 2010 das moderne Bedienkonzept mit Menüband (Multifunktionsleiste). Die Version besteht aus Word Starter 2010 und Excel Starter 2010 mit jeweils deutlich reduziertem Funktionsumfang. Sie ist zu allen Office-Versionen kompatibel und lässt sich jederzeit per Aktivierung der ebenfalls auf dem Rechner enthaltenen Office 2010-Vorinstallation auf die anderen Vollversions-Varianten erweitern.

Klaus und Anja Jamin

Jun 102010
 

Es geht los. Regencapes werden raschelnd in die Sitze gedrückt, Handys ausgeschaltet, herunter gefallene Sitzkissen wieder auf die Stühle  geschoben. Die großen Seitenscheinwerfer werfen nur noch schwaches Licht in den Innenraum. Dann ist es dunkel. Nur ein Lichtstrahl ist direkt auf einen steinernen  Seiteneingang des uralten Theaters gerichtet. Da erscheint er und wird von den Rängen mit  „Maestro, Maestro“ begrüßt. Dirigent Pier Giorgio Morandi schreitet von der Seite der Arena von Verona zu seinem Pult, geleitet von einem Begleiter. Die rund zweiundzwanzigtausend Menschen in der ausverkauften Arena halten den Atem an. Es ist mäuschenstill. Er hebt den Taktstock und dann beginnt das Spektakel.

datail-ausenansicht-arena-di-verona.jpgAlles ist hier Schauspiel. Es beginnt schon am frühen Abend, wenn die Zuschauer aus allen Ecken der Stadt auf der Piazza Brà eintreffen.  Man trägt lange farbige oder schwarze Abendkleider, die Herren Anzüge. Sehen und gesehen werden gehört auch hier dazu – das Opernpublikum liebt es, vor der Aufführung durch die Stadt zu schlendern und sich in einem der Cafés, wie beispielsweise im Liston Dodici auf der Piazza Brà, bei einem Spritz auf den Abend einzustimmen. Kurz vor Beginn wird das Treiben auf der Piazza hektischer, Händler mit Wasserflaschen und Wein schieben sich mit den Zuschauern vor die Eingänge der Arena. Reißenden Absatz finden aufblasbaren Sitzkissen für einen Euro.

Dann, wenn alle ihre Sitzplätze eingenommen haben, die einen auf den dunkelroten Poltronie in den ersten Reihen, die anderen auf den Rängen mit Luftsitzkissen, trägt das Wetter sein Spektakel vor: Dunkle, drohende Wolken hängen an einem heißen, schwülen Tagen oft über der Stadt. Man sitzt unter einem Himmel, an dem es von fernen Stürmen wetterleuchtet. Und spürt einige Tropfen Regen und den Wind, der über die Bühne und den Zuschauerraum pfeift. Jetzt kann es passieren, die Italiener leise „pioviggina“ wispern. Übersetzt: „Es regnet ein bisschen“. Das bedeutet, dass die Instrumente wieder zugedeckt werden und die Aufführung um kurze Zeit verschoben wird. Denn die Feuchtigkeit kann die empfindlichen Musikgeräte schädigen.

Mit etwas Glück hält die unfreiwillige Verzögerung nur ein paar Minuten an – und dann nimmt die Aufführung ihren Lauf, immer wieder unterbrochen von frenetischen Rufen aus dem Publikum. Überhaupt ist es die Begegnung zwischen der Arena und ihrem Publikum, die Verona so einzigartig macht. Der Dirigent führt das Publikum und seine Schauspieler durch die Oper, und lässt, wenn es danach verlangt, auch Arien doppelt singen. Trotz der nicht optimalen Bedingungen für eine Opernaufführung (zwischen dem Dirigentenpult und den Sängern auf der Bühne besteht ein Abstand von 30 bis 40 Metern) ist es die Atmophäre, die in Verona so  besonders sindi. Durch die verdichtete Atmosphäre wird die künstlerische Aufnahmefähigkeit der Massen gesteigert. Und der Zauber der Arena ist derart suggestiv, dass der Musikgelehrter Teodor Celli schrieb: „Wenn man in die Arena kommt, um einer Opernaufführung beizuwohnen, hat man immer ein wenig den Eindruck, ein Fabelreich zu betreten.“

arena-di-verona-bei-nacht.jpgIn früheren Jahrhunderten war die Arena Schauplatz für Gladiatorenspiele, im Altertum für Jagden und Turniere, im Mittelalter und im 16. Und 17.Jahrhundert sogar für Kämpfe zwischen Stieren und Windhunden. Seit nun fast 100 Jahren (1913 wurde die erste Oper in Verona aufgeführt) gibt es die Stagione lirica nell’Arena di Verona mit fünf verschiedenen Opernaufführungen pro Saison. Das Verdi-Repertoire bestreitet den Löwenanteil. Die Arena von Verona ist das drittgrößte Amphitheater Italiens nach dem Kolosseum und den Theater von Capua in Kampanien. Doch kann man ruhig sagen, dass in keinem anderen Theater der Welt die Anteilnahme der Massen einen so hohen Grad von Spannung und spontanem Mitgehen erreicht. Alle, die in der Arena gesungen haben, bestätigen, dass man eingesogen wird in den schwarzen Menschen-Strudel. Es ist etwas gleich jedem Phänomen eines inneren Austausches, das im antiken Theater gegeben war, wo das Drama unter den Zuschauern in einer einzigen Emotion lebte. Einmal wenigstens im Leben sollte man eine Oper in der Arena erlebt haben.

Text und Foros Bettina Louise Haase

Informationen:

Opernprogramm 2010:
offizielle
Website: www.arena.it, Tickethotline: 0039 045 800 5151; grundsätzlich gilt: je früher man bucht, desto besser.
Bar für Schauspieler und Zuschauer: Liston Dodici, Piazza Brà,Tel: 00
39 045 8031168, www.listondodici.it
Ausflüge: Villa della Torre in Fumane (Valpolicella), Renaissance-Villa mit Mithras-Grotte, Eintritt 40 Euro für Gruppen ab vier Personen, Light-Lunch auf Bestellung; ospitalita@allegrini.it, 0039 045 6832060;
Weinverkostung: Weingut des Sohnes von Dante Alighieri: Serego Alighieri, Gargagnagi di Valpolicella, www.seregoalighieri.it, 0039 045 7703622.
Hotel-Tipp: Best Western Firenze, rund fünf Minuten von der Piazza Brà entfernt, im Nebenhaus edle Apartments, die je nach Saison pro Tag ab 115 Euro kosten: www.bestwestern.it, Corso di Porta Nuova 88, 37122 Verona, 0039 045 8011510
Weitere Informationen: www.enit.de