Dez 282008
 

Die hervorragende Inszenierung von „Schwanensee“ vereint klassisches Ballett und fernöstliche Akrobatik auf höchstem Niveau. Minutenlange stehende Ovationen bestätigen die Macher von „Swan Lake“ darin, dass der aufregende Versuch geglückt ist: Westliches Ballett und asiatische Zirkuskunst gehen zusammen.
Hier ein Ausschnitt aus der Einführung in die Premiere durch den Moderator
Gerhard Schmitt-Thiel.
„Meine Damen und Herren – hochverehrtes Publikum!
Erleben Sie mit uns das wunderbare Märchen vom Schwanensee – der ewigen Geschichte von der Macht der Liebe und dem Versuch des Bösen, das Schöne und Gute zu vernichten.
Tauchen Sie mit unseren chinesischen Künstlern ein in den Swan Lake – in die Geschichte von dem Prinzen, der auf der Suche nach seiner verwunschenen Schwanen-Prinzessin durch die ganze Welt zieht und sich nicht beirren lässt.

Erleben Sie, wie perfekte Stangenakrobaten die Segel für die große Fahrt des Prinzen setzen. Begleitet wird er von Jongleuren, die ungezählte Hüte durch die Luft wirbeln lassen und von Stelzengängern, die im Takt von Tschaikowskys Musik stolzieren – vorbei führt sein Weg wie in einer Tr
ance an sich im Walzertakt drehenden Röhnrädern und auf ihren Händen minutenlang tanzenden Fröschen.

sylvia_leifheit_und_frosche.JPG

Sylvia Leifheit und Frösche

Akrobatik und Ballett verschmelzen auf höchstem Niveau zu unglaublicher Harmonie in einer Bewegung aus Kraft und Ästhetik.
50 Artisten – wohl die Besten aus dem Reich der Mitte – werden zu hinreißenden Balletttänzern – 50 perfekte Balletttänzer werden zu großartigen Artisten.
Erleben Sie mit all diesen Künstlern den Weg des Prinzen, der schließlich seine Geliebte findet und erlöst.
Auf seinen muskulösen Armen und schließlich auf seinem Kopf findet und vereinigt sich das Liebespaar in einem noch niemals zuvor so getanzten Pas de Deux.

‚Das ist die beste Darbietung, die ich ja gesehen habe’ – hat Fürst Rainer von Monaco überwältigt gesagt, als er den beiden 2002 den Oscar der Artisten, den Goldenen Clown überreichte und in der Tat, in den über zwanzig Jahren, in denen ich das Festival für das deutsche Publikum kommentiert habe, hat es nie eine fraglosere und so einstimmige Entscheidung für den Goldenen Clown gegeben.

Erleben und genießen Sie jetzt die chinesische Fassung der Schwanensee-Geschichte, die sich künstlerisch und artistisch um dieses Ausnahmepaar rankt und sie alle in ein Meer der Begeisterung eintauchen lassen wird.“
Nicht alles ist neu:
Akrobatik auf dem Trampolin, im Rhönrad oder an Stangen gehören zum bekannten Repertoire chinesischer Artistenkunst – doch wenn sich Rhönräder surreal im Walzertakt wiegen und das „Frosch-Quartett“ minutenlang auf den Händen tanzt, wird klar, dass „Swan Lake“ auch bei den Standards neue Maßstäbe setzt.
Herausragend ist der Pas de Deux „Spitzentanz auf dem Kopf des Mannes“. Der Tanz beeindruckt technisch und akrobatisch, was das Premierenpublikum im Deutschen Theater mit minutenlangem Applaus und Standing Ovations honorierte. Und bei aller

Perfektion ist das Knistern zwischen den beiden spürbar. Ihre Romanze verzaubert, ihre Leistung macht sprachlos.

Auch die vielen prominenten Premierengäste waren verzaubert.

Schwanensee ist noch bis 10.01.2009 in München, ab dem 13.01.09 in Hamburg und ab dem 22.01.09 in Berlin zu sehen.