Dez 142008
 
"Bulgarien sorgt für Sicherheit in Europa"
 Innenminister Mikov nach sensationellem Fahndungserfolg in München herzlich 
empfangen
 (Wb/as) MÜNCHEN. "Die hervorragende Zusammenarbeit zwischen der 
bayerischen und bulgarischen Polizei kommt unmittelbar Bayern und seinen
 Bürgerinnen und Bürgern zugute“, bedankte sich Bayerns Innenminister 
Joachim Herrmann bei seinem bulgarischen Kollegen, Innenminister Mihail Mikov 
bei dessen Besuch in München. „Bayern und Bulgarien bekämpfen gemeinsam 
schwere Kriminalität bereits auf dem Balkan. Damit sorgen wir dafür, dass die 
Kriminalität gar nicht erst bis zu uns und ins restliche Europa gelangt", lobte 
Joachim Herrmann weiter die erfolgreiche Zusammenarbeit nach einem 
Erfahrungs- und Gedankenaustausch bei einer gemeinsamen Pressekonferenz.
 Herrmann stellte auch den jüngsten Ermittlungserfolg bei der „erfolgreichen 
und fruchtbaren Zusammenarbeit“ zwischen Bayern und Bulgarien vor: 
"Wir konnten erst letzte Woche einen wichtigen Erfolg im Kampf gegen den 
internationalen Heroinschmuggel verbuchen. Am 16. November 2008 konnten 
bulgarische Sicherheitskräfte in der Donaustadt Russe einen deutschen 
Staatsbürger aus München, vermutlich Kopf einer international agierenden Gruppe, 
festnehmen.“ 
 Im Kofferraum seines Pkw wurden 70 Kilogramm Heroin mit einem Schwarzmarktwert 
von mindestens einer Million Euro sichergestellt. Das Rauschgift war für den 
europäischen Drogenmarkt bestimmt und sollte vermutlich entlang der 
sogenannten "Balkanroute" nach Mitteleuropa transportiert werden. 
Die Festnahme wurde durch die Vorarbeit des Bayerischen Landeskriminalamtes 
ermöglicht. „Ein hervorragender Erfolg, der ohne die professionelle Arbeit und 
Unterstützung der bulgarischen Kollegen nicht möglich gewesen wäre“, 
versicherte Hermann dem Bulgarischen Wirtschaftsblatt.
 Themen des Treffens der beiden Innenminister waren aber auch Geldwäsche 
und der Frauenhandel. Der jährliche Umsatz des illegalen Handels mit 
bulgarischen Frauen liegt nach aktuellen Schätzungen europaweit bei 
rund 900 Millionen Euro. Herrmann: "Ich halte diese Ausbeutung bulgarischer 
Frauen für unerträglich. Sie ist mit unseren Werte- und Grundrechtsvorstellungen 
unvereinbar. Ich bin mir mit meinem bulgarischen Kollegen Mikov einig, 
dass wir gegen den internationalen Frauenhandel mit aller Entschiedenheit 
vorgehen müssen."
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Links: Innenminister Mikov, rechts: Innenminister Joachim Herrmann
 Bulgarien und Bayern arbeiten bei der Bekämpfung der organisierten Kriminalität 
seit vielen Jahren eng zusammen. Einen Schwerpunkt bildet die Drogenkriminalität. 
Bulgarien ist aufgrund seiner geografischen Lage eines der wichtigsten Transitländer 
für den Rauschgiftschmuggel entlang der sogenannten Balkan-Route. In den letzten 
Jahren konnte Bulgarien hier in Zusammenarbeit auch mit bayerischen Polizeiexperten 
beachtliche Fahndungserfolge vermelden. 
 
Axel Schneider, mp-report