Sep 272007
 

Der Medien-Service der Dresdner Bank stellt fest
Winterurlaub: Ski teurer, Sonne oft günstiger
und Frühbucherpreise schonen Urlaubskasse

Fehlt es auch an der Qualität in Deutschland?
zusammengestellt von Klaus Jamin
Je nach Zielort können Urlauber bei den diesjährigen Winterferien mit einer Entlastung der Reisekasse rechnen. Dies ergab eine aktuelle Stichprobe der Dresdner Bank bei führenden deutschen Reiseveranstaltern. Preiswerter oder unverändert im Vergleich zum Vorjahr sind vor allem die Sonnenziele im Mittelmeerraum, beispielsweise die Türkei, Tunesien und teilweise auch Ägypten. Der Skiurlaub in Deutschland und Österreich wird hingegen tendenziell teurer: „Bei uns treibt noch die Erhöhung der Mehrwertsteuer vielerorts die Preise“, so Hans-Peter Muntzke, Tourismusexperte der Dresdner Bank.

Hinzu kommt, dass Zeitungen kein Blatt vor den Mund nehmen, um die Wahrheit auf zu decken: So schreibt Manfred Hummel in der Süddeutschen Zeitung: Nr.215, Dienstag, den 18. September 2007 , Seite 37.

„Steigende Touristenzahlen in Gesamtbayern überdecken nur die Defizite, die von Jahr zu Jahr größer werden. Allein der schönen Landschaft zu vertrauen, reicht nicht mehr aus. Spätestens seit dem „Ossi-Boom“ nach der Wende haben die klassischen oberbayerischen Fremdenverkehrsorte die Entwicklung regelrecht verschlafen. Ihre Pensionen und Hotels verströmen den verblassten Charme vergangener Jahrzehnte. Schlechter Service, abgetakelte Zimmer, ein mageres Angebot und mürrische Gastgeber runden das Krisenszenario ab.“

Aus eigener Erfahrung muss man diesen Artikel teilweise bestätigen. Viele alt eingesessene Gasthöfe haben schon lange nicht mehr investiert. Ihre Gäste kommen seit vielen Jahren, werden aber langsam älter und die Kinder fahren in ferne Länder in der Hoffnung, einen Billigurlaub genießen zu können. Die G-Klassifizierung, gedacht als Anregung für die Gastgeber und als Information für die Gäste, wird kaum akzeptiert. Dann muss man sich nicht wundern wenn, trotz steigender Besucherzahlen, die Gäste insgesamt nur noch bestimmte Gebiete, wie zum Beispiel München, besuchen. Der Medien-Service der Dresdner Bank schreibt weiter: Die Preise auf den Kanarischen Inseln, dem beliebtesten Reiseort der Deutschen in der kalten Jahreszeit, bleiben meist unverändert, während die Preise auf den Balearen bei den meisten Veranstaltern leicht steigen.

Bei Fernreisen können die Verbraucher je nach Ziel und Veranstalter mit Preissenkungen rechnen: Südafrika wird im Regelfall besonders günstig – die Kosten sinken bei den befragten Veranstaltern um bis zu 14 Prozent, nur einzelne Anbieter erhöhen die Preise. Thailand bleibt trotz Preissteigerungen von bis zu zwölf Prozent ein preiswertes Fluchtziel vor dem deutschen Winter. Bei Zielen in der Karibik können Urlauber sparen oder mit gleichbleibenden Preisen rechnen. In den USA ist alles möglich: Je nach Veranstalter sind die Preise stabil, steigen leicht oder sinken.

Neben der Wahl eines kostengünstigen Ziels können Reisende auch mit Frühbucherrabatten die Urlaubskasse schonen. Die Unterschiede sind groß, in der Spitze sind Einsparungen bis zu 30 Prozent möglich – abhängig von Reiseziel, Zeit, Veranstalter und Hotel. Wichtig: Die Reisen müssen bis zu einem Stichtag, häufig Ende September oder Ende Oktober, gebucht werden. Manche Anbieter gewähren auch Nachlässe, wenn ein bestimmter Zeitraum vor Reiseantritt eingehalten wird, beispielsweise 60 Tage.

Quelle: Medien-Service „Flash“ der Dresdner Bank – September 2007