Sep 272007
 

von Klaus Jamin

Es ist wie im wirklichen Leben, sobald es jemandem nicht mehr so gut geht, beginnt er nach zu denken, wie diese Situation verbessert werden kann. Beispielsweise erzielen Österreichs Bergbahnen im Sommer in nur 7,3% des Jahresumsatzes. Das kann auch mit Sonderaktionen nicht verbessert werden und daher hat man in den Alpen zahllose Interessenten entdeckt, die zwar nicht sofort loslegen wollen, aber Gewehr bei Fuß stehen wenn die ersten Mountain Glider des Seilbahnunternehmens Doppelmayr eingesetzt werden. Bewähren soll sich der Glider zuerst in Belgien, wo er in dem sogenannten Walibi Freizeitpark eingesetzt wird. Es geht dabei um eine Kombination aus Achterbahn und Seilbahn, bei der vier Personen, anders als auf dem Oktoberfest, eine größere Strecke über die Landschaft fast fliegend überwinden können.

Dort diese Strecke über 700 Meter lang und man gleitet mit einer Geschwindigkeit von circa 60 km in der Stunde durch die Landschaft. http://freizeitpark-welt.de/freizeitparks/wabe/wabe_start.php

Der Geschäftsführer des Unternehmens „Input“ Helmut Müller, ist der Meinung, dass die 4 Millionen, die diese Anlage gekostet hat, ein absolutes familientaugliches Angebot ist und zusätzlich wegen der Abfahrt von einem 45 Meter hohen Turm durchaus auch für junge Leute, die sogenannten Andrenalinjunkies, von großem Interesse ist. In den Alpen die gibt es schon zahlreiche Attraktionen wie den Matterhorn-Express oder den Cortina Bob die zwar hohe Geschwindigkeiten ermöglichen, jedoch ein Überflugerlebnis nicht bieten können.

Endlich wird in Fiss ein abgespecktes System, der sogenannte Fisser Flieger in einem Fun Park seine Arbeit aufnehmen. Das könnte der Anfang von neuen Attraktionen in den Alpen für den Sommer werden. Obwohl der österreichische Alpenverein es nicht gerne sieht, ist man doch davon überzeugt, dass mit der Kombination Freizeitpark und Glider endlich auch der Sommer in den Bergen attraktiver wird. Denn eines ist klar. Waren es noch 30 Millionen Übernachtungen deutscher Gäste vor 10 Jahren, kamen im Jahre 2006 nur noch ungefähr 23 Millionen. Hier kann eine Attraktion oder wie die Süddeutsche Zeitung vom 16. August meint „Alpenglühen hinter der Achterbahn“ durchaus hilfreich sein.